Die Meru Foundation

Die verborgenen Eigenschaften der hebräischen Schrift


Die Meru Foundation ist das Institut des Physikers und Kabbalisten Stan Tenen in Massachusetts, USA. Forschungsgegenstand sind die verborgenen mathematischen Muster im Hebräischen, insbesondere in den biblischen Texten der Genesis, in denen philosophische und spirituelle Informationen über den Zusammenhang von Physis und Bewußtsein incodiert sind.

 

Jüdische Mystik, Mathematik, Physik, Linguistik, Biologie und Computerwissenschaften bilden die Eckpunkte einer mittlerweile zwanzigjährigen Forschungsarbeit, die Stan Tenen, Mathematiker und Leiter des Meru-Projekts, zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat. Die heilige Sprache der Thora ist für Tenen eine psycho-physische Struktur, die nicht nur als konventionelles Zeichensystem zu verstehen ist, sondern im universellen Zusammenhang mit der Schöpfung steht. Insofern ist die von ihm entdeckte Bedeutung der hebräischen, aber auch der griechischen, arabischen und – wie Tenen vermutet – Sanskrit-Buchstaben das, was Sprache vor dem Turmbau zu Babel bedeutete und von ihm »die natürliche Sprache der Menschheit« genannt wird.

Tenens erste Entdeckung war, daß die 28 Buchstaben des ersten Satzes der Genesis in einer solchen Weise kombiniert werden können, daß sie einen Torus formen. Diese Torus-Form entwickelte er sodann weiter in ein asymmetrisches, der Form der Hand angepaßtes Gebilde, den Vortex. Er entdeckte, daß dieser Vortex in die Hand gelegt (s. Abb.) die Formen der 27 hebräischen Buchstaben annimmt, wenn man ihn in verschiedenen Winkeln betrachtet. Tenen entdeckte das visuelle Muster in Genesis 1:1 als Mathematiker, der des Hebräischen damals noch nicht mächtig war. Er fand jedoch in den Formen der Buchstaben eine Geometrie, von der er mathematisch den Vortex ableiten konnte.

Nach Tenens Ansicht waren diese Zusammenhänge in der alten Zeit bekannt und zeigen, wie die Buchstaben der alten heiligen Alphabete entwickelt wurden. Auch gemäß der Kabbala sind in der Thora höhere Bedeutungsebenen enthalten, die sich der rein wörtlichen Lesart entziehen. Neben der Alltagsebene der hebräischen Sprache, die ebenso wie unsere heutigen Sprachen auch im Altertum schon für materielle und praktische Belange verwendet wurde, enthält das Hebräische eine heilige Bedeutungsebene, in der die Buchstaben nicht nur einen Klang repräsentieren, sondern auf die Bedeutung persönlicher Bewußtseinszustände und -prozesse hinweisen. Die elementare Beziehung zwischen Bedeutung und Buchstabe ist in den Gesten codiert. Die Darstellung der Buchstaben durch den in der Hand liegenden Vortex erfolgt durch Gesten. Da die Gesten der menschlichen Hand nahezu universale Bedeutungen haben – dies ist der natürlichste Vorgang, mit jemandem zu sprechen, der unsere Sprache nicht versteht – , zeigt diese Entdeckung, daß es eine Art natürliche Sprache gibt, die auf den Gesten aufbaut und von allen Menschen verstanden werden kann. Gesten sind generell wesentlich universeller als zeichengestützte Sprachen und gleichen sich in jedem Land annähernd. Psychologisch ist jede Geste mit einem Gefühl verbunden. Eine Folge von Gesten definiert eine Folge von Gefühlen, die in eine meditative Erfahrung führen. Tenen zeigt, analog zur Kabbala, daß die natürliche Bedeutung der Geste der Name des Buchstabens ist. Der Buchstabe Phe, der Mund oder Offenbarung bedeutet, entsteht, wenn die Hand auf den Mund zeigt. Bei dem hebräischen Wort für Kreis, G-L, bilden die Handgesten eine Kreisform, wenn sie von Gimel zu Lamed übergehen.

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Angesichts dieser Zusammenhänge sowie zahlreicher weiterer mathematischer Beziehungen hält Tenen es für möglich, durch die Verbindung von jüdischer Mystik und Mathematik einen verschlüsselten Weg zu Gott gefunden zu haben, der auf der Ordnung der hebräischen Buchstaben im ersten Vers der Genesis basiert. Die Thora könnte somit die verschlüsselte »Wissenschaft des Bewußtseins« sein, die Gott den Juden offenbarte. Rabbi Gedaliah Fleer aus Jerusalem, Kabbala-Experte und Meru-Mitglied, sagt hierzu, daß die jüdische Mystik immer schon daran glaubte, daß es eine Verbindung zwischen Bewußtsein und physischer Realität gibt, die durch die hebräischen Buchstaben gebildet wird.

Die gegenwärtige Forschung der Meru-Foundation richtet sich auf den Zusammenhang zwischen Vortex, menschlicher Hand, den Sprachzentren des Gehirns und menschlichem Bewußtsein. Stan Tenen: »Wir haben eine außergewöhnliche und unerwartete geometrische Metapher gefunden, die den spirituellen Traditionen der alten Welt zugrunde liegt. Diese Metapher bildet das Wachstumsmodell des Embryos und der Selbstorganisation. Es ist auf alle holistischen Systeme anwendbar, einschließlich solcher scheinbar gegensätzlicher wie meditative Praxis und die mathematischen Grundlagen der Physik und Kosmologie. (...) Wir haben herausgefunden, daß die Buchstaben des hebräischen Alphabets (und ebenso des griechischen und arabischen) aufgrund der einzigartigen Mittel ihrer Erzeugung fundamentale Richtlinien eines hyperdimensionalen Raumes repräsentieren. Dies macht sie zu geeigneten Elementen einer natürlichen Algebra für die theoretische Physik. Ebenso können die Buchstaben des Alphabets mit den Gesichtspunkten bewußter Konzentration identifiziert werden, die die inhärenten Elemente unserer Selbstbewußtheit und unserer inneren meditativen und emotionalen Realität darstellen. Die Erkenntnisse des Meru-Projekts zeigen, daß die Beziehung zwischen physikalischer Theorie und Bewußtsein, die in einer expliziten geometrischen Struktur ausgedrückt wird, bereits vor Tausenden von Jahren verstanden und entwickelt wurde. Dieser Zusammenhang erklärt auch die paradoxe Affinität unserer spirituellen Tradition für Zahlenmystik und geometrische Formen.«

'First Hand'

»First Hand«, von Stan Tenen entwickeltes Modell
des Vortex zur Erzeugung der hebräischen Buchstaben

 

»Wir haben gezeigt, daß der Vortex einen Weg der Selbstorganisation beschreibt, der auf lebende Systeme, Bewußtsein und Physik anwendbar ist. Er repräsentiert eine ideale Frucht, deren Form die embryonische Entfaltung eines »Samens« in einen Baum, der Früchte trägt und in eine Frucht, die neuen Samen enthält, ist. (...) Ob wir es nun mit einem Samen zu tun haben, der zu einer neuen Frucht mit einem neuen Samen wird, oder einem Lebenszyklus über Generationen, oder unseren mentalen Abbildungen der meditativen Transzendenz, oder der Abbildung von Raum und Zeit aus der Raumzeit, das zugrundeliegende Modell ist immer des gleiche. Der Vortex stellt ein generelles Abbildungsprinzip dar.

Dieses generelle Abbildungsprinzip ist in unserer menschlichen Erfahrung in unseren Händen verkörpert, die unseren bewußten Willen (innerhalb unseres Geistes) auf die physische Welt (außerhalb) abbilden. Wir verwenden unsere Hände, um unser bewußtes Wollen in der Welt auszuführen. Wir werden »Humanoide« genannt nach dem lateinischen Wort »manus«, die Hand. Insofern erscheint natürlich, daß die heiligen Alphabete aus einer Form der menschlichen Hand hervorgegangen sind. Wir nennen Schreiben auch »Handschrift«. Das Hebräische soll gemäß der Tradition aus Feuer gemacht sein und von dem Jod ausgegangen sein, der der erste Buchstabe war. Jod, »i«, bezeichnet das persönliche Bewußtsein – und »Jad« bedeutet »Hand«.

'Apfel der Schöpfung'

»Der Apfel der Schöpfung«
Torus und Vortex sind ein generelles Abbildungsprinzip in der Natur

 

Wir benutzen unsere Hände in der gleichen Weise, um auf Dinge zu zeigen, wie der »Quantenzustandsvektor« Entitäten in der Physik bezeichnet. Biblische Beschreibungen von »Gottes Hand« bedeuten nicht, daß Gott physikalische Hände hat, sondern sie beschreiben Gottes Abbildung eines Ereignisses in unserer Bewußtseinsrealität.«

»Wir glauben, daß das generelle Abbildungsprinzip, wie es in unseren Händen verkörpert ist, ein fundamentales Prinzip der Schöpfung ist. Ein Ergebnis unserer Identifizierung des generellen Abbildungsprinzips war die Entwicklung einer kompakten logischen Matrix (einer Art mathematischer Tabelle), die jedem Buchstaben des hebräischen, griechischen und arabischen Alphabets eine ausdrückliche Bedeutung zuteilt. Diese Tabelle ist präzise genug, um die Bedeutung von Wortwurzeln zu dechiffrieren – und dies in allen Sprachen, in denen phonetische Äquivalente zum Hebräischen vorkommen, ohne Wörterbuch. Dies repräsentiert möglicherweise die natürliche Sprache, auf die in dem Bericht vom Turm zu Babel bezug genommen wird.«

 

Ronald Engert


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